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Migros testet mit RIVR Robotern

ein neues Modell für die Zustellung auf der letzten Meile

Automatisierte Lieferung auf der letzten Meile bei Migros

Die Zustellung auf der letzten Meile steht unter Druck. Händler und Lieferdienstleister müssen steigende E-Commerce-Volumen bewältigen und gleichzeitig einen zuverlässigen Service gewährleisten, die körperliche Belastung der Mitarbeitenden reduzieren und die Effizienz auf der Route verbessern. Deshalb ist der Feldtest von Migros Online, Swiss Post und RIVR ein so interessanter Anwendungsfall für Logistikverantwortliche.

Im September 2025 kündigte RIVR ein Kooperationsprojekt mit der Schweizerischen Post und Migros Online an, um automatisierte Lieferungen bis an die Haustür in Regensdorf bei Zürich zu testen. Der Test konzentrierte sich darauf, wie Robotik Lieferpersonal unter realen Betriebsbedingungen unterstützen kann – ohne die menschliche Rolle im Prozess zu ersetzen. Dieses Projekt zeigt, wo Mehrwegverpackungen auf automatisierungsfähige Logistik treffen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Migros Online, die Schweizerische Post und RIVR testeten 2025 in Regensdorf in der Schweiz Roboter für Lieferungen bis an die Haustür.
  • Ziel war es zu untersuchen, wie Robotik Lieferpersonal unterstützen, die Effizienz verbessern und körperliche Belastungen reduzieren kann.
  • Utz lieferte Schachtelbehälter, die auf dem Roboter eingesetzt wurden.
  • Dieser Anwendungsfall zeigt, dass Robotik und Mehrwegverpackungen als ein gemeinsames System funktionieren müssen.
  • Für Logistikteams im Einzelhandel und E-Commerce macht dies den Test zu einem nützlichen Beispiel für praktische Innovation.

Warum die Lieferung auf der letzten Meile neue Unterstützungsmodelle braucht

Die Endzustellung ist eine der schwierigsten Bereiche der Handelslogistik, die sich optimieren lassen. Lieferpersonal hat es mit wiederholten Wegen, Treppen, schweren Lasten, kurzen Stopps und sich verändernden städtischen Umgebungen zu tun. Für einen Logistik Manager geht es dabei nicht nur um Kosten – sondern auch um Routeneffizienz, Lieferkonsistenz und die Reduzierung betrieblicher Belastungen, ohne bewährte Workflows zu stören.

Genau dieses Problem soll der Pilotversuch adressieren. Laut RIVR sollte der Feldtest untersuchen, ob Automatisierung die Effizienz verbessern, die körperliche Belastung des Lieferpersonals reduzieren und das Kundenerlebnis unterstützen kann, während sie sich in etablierte Lieferprozesse einfügt. Auch die Schweizerische Post betonte, dass es darum ging zu verstehen, wie autonome Liefersysteme Menschen und Prozesse unterstützen können – nicht ersetzen.

Für Einzelhandels- und E-Commerce-Abläufe ist dies ein praxisnaher Innovationsansatz. Es geht nicht um Robotik um ihrer selbst willen. Es geht um Robotik, die unter realen Lieferbedingungen getestet wird.

Was Migros Online, die Schweizerische Post und RIVR testen

Das Projekt brachte drei verschiedene Rollen in der Lieferkette zusammen:

  1. Migros Online brachte den E-Commerce-Kontext im Lebensmittelhandel ein.
  2. Die Schweizerische Post übernahm die Rolle des Logistikpartners.
  3. RIVR stellte die autonome Roboterplattform für Lieferungen bis an die Haustür bereit.

Der Test fand in Regensdorf im Kanton Zürich statt und umfasste ausgewählte Lebensmittelbestellungen von Migros Online sowie Pakete der Schweizerischen Post.

Die öffentlichen Beschreibungen des Pilotversuchs sind hilfreich, weil sie nah an realen Abläufen bleiben. Der Roboter begleitet eine Lieferperson und wird bei realen Lieferaufgaben wie Gehwegen, Treppen und dem Beladen von Fahrzeugen getestet. Der LinkedIn-Beitrag von Migros Online hält zudem fest, dass der Roboter das Lieferpersonal unterstützen soll, indem er die Arbeit einfacher, sicherer und weniger körperlich belastend macht.

RIVR beschreibt sein System als autonome Lieferplattform, die für präzise Lieferungen bis an die Haustür in komplexen Nachbarschaftsumgebungen entwickelt wurde. Der operative Punkt ist klar: Der Roboter wird in den schwierigen letzten Schritten zwischen Fahrzeug und Kundentür getestet.

Wo Mehrwegbehälter in den Lieferworkflow passen

Utz lieferte Schachtelbehälter, die auf der Rückseite des RIVR Roboters platziert werden können, um die Heimlieferung zu unterstützen.

Bei der Lebensmittellieferung auf der letzten Meile hilft ein Schachtelbehälter, das Leervolumen im Rücktransport zu reduzieren und das Handling effizienter zu machen, sobald die Waren übergeben wurden. Das ist besonders relevant auf Routen, auf denen Liefermittel zwischen Fulfillment, Transport und Übergabe an der Haustür hin- und herbewegt werden müssen.

Für Einzelhandel und E-Commerce unterstützen Mehrwegverpackungen:

  • Omnichannel-Optimierung
  • operative Flexibilität
  • zirkuläre Distributionsflüsse

Für einen Logistik Manager besteht die zentrale Erkenntnis darin, dass der Roboter nur ein Teil des Systems ist. Auch der Ladungsträger muss im selben Prozess zuverlässig funktionieren.

Was Logistikverantwortliche aus diesem Anwendungsfall lernen können

Der interessanteste Teil dieses Tests ist das vollständige Liefersystem dahinter. Es geht nicht nur um einen Roboter, der bis zur Haustür fährt oder geht. Es ist ein Test dafür, wie Menschen, Fahrzeuge, Roboter und Verpackungen in einem realistischen Lieferfluss zusammenarbeiten können.

Daraus ergeben sich drei praktische Erkenntnisse:

  1. Zukunftsfähige Lieferung auf der letzten Meile hängt von Systemkompatibilität ab. Ein Roboter kann hochentwickelt sein, aber der umliegende Ladungsträger muss weiterhin stabil, einfach zu handhaben und für den wiederholten Einsatz geeignet sein.
  2. Effizienzgewinne entstehen häufig durch die Reduzierung nicht wertschöpfender Arbeitsschritte. Wenn eine Lieferperson einen Teil der Trageaufgabe abgeben kann, lassen sich Gehwege und körperliche Belastungen potenziell reduzieren. Das ist in der Lebensmittellieferung wichtig, wo Lasten schwer und Routen repetitiv sein können.
  3. Mehrweg bleibt auch in fortschrittlichen Liefermodellen wichtig. Einzelhandels- und E-Commerce-Betreiber stehen unter Druck, sowohl Nachhaltigkeit als auch Leistung zu verbessern. Dadurch werden Mehrwegverpackungen zu einem praktischen Bestandteil des zukünftigen Lieferdesigns – nicht nur zu einer Nachhaltigkeitsentscheidung.

Deshalb lohnt es sich, das Beispiel von Migros Online und RIVR weiter zu beobachten. Es zeigt, dass Innovation auf der letzten Meile nicht nur autonome Mobilität bedeutet. Es geht auch darum, Verpackungen auszuwählen, die den Workflow von Anfang an unterstützen.

Fazit

Der Pilotversuch von Migros Online, der Schweizerischen Post und RIVR zeigt, wie die Lieferung auf der letzten Meile operativ stärker integriert wird. Robotik, Mehrwegverpackungen und Lieferworkflows werden unter realen Bedingungen gemeinsam getestet – und nicht als voneinander getrennte Innovationen. 

Planen Sie einen zukunftsfähigen Lieferworkflow?

Mehrwegbehälter können mehr, als Waren zu transportieren. Sie können Automatisierung unterstützen, das Handling verbessern und dazu beitragen, neue Liefermodelle im Tagesgeschäft praktikabler zu machen.

Beratung anfordern

FAQ

Sollte der Roboter Lieferpersonal ersetzen?

Nein. Der Roboter sollte Lieferpersonal unterstützen, nicht ersetzen. Die öffentlichen Aussagen zum Projekt und der LinkedIn-Beitrag von Migros Online besagen, dass er dafür entwickelt wurde, die Arbeit einfacher und weniger körperlich belastend zu machen. 

Warum sind Behälter in dieser Art von Roboter-Lieferlösung wichtig?

Weil der Roboter weiterhin einen zuverlässigen Ladungsträger braucht. In der Praxis muss der Behälter folgendes unterstützen: 

  • sicheren Transport
  • einfaches Handling
  • wiederholten Mehrwegeinsatz
  • eine gute Passung zum Lieferworkflow

Warum ist ein Schachtelbehälter für die Lieferung auf der letzten Meile sinnvoll?

Ein Schachtelbehälter reduziert das Volumen bei Leer-Rücktransporten und kann so die Lager- und Transporteffizienz nach der Lieferung verbessern.

Thomas Scheffler

Thomas Scheffler

Senior Key Account Manager

Senior Key Account Manager der Utz Group mit Verantwortung für Kunden aus den Bereichen Einzelhandel und E-Commerce. Fokus auf die Optimierung von Lieferketten durch innovative und nachhaltige Verpackungs- und Logistiklösungen sowie den Aufbau langfristiger strategischer Partnerschaften.